Eng verbunden mit der Geschichte des Lübecker Hafens und der Menschen, die an dem Fluss arbeiten und leben, ist die Fischerei. Diesen Berufszweig hier darzustellen, würde aber den Rahmen sprengen. 

Fakt ist jedenfalls, das bereits am 19. September 1188 der zum römischen Kaiser gekrönte Friedrich I. Barbarossa die Grenzen des Gebietes der Stadt festsetzt und dabei derselben bedeutende Vorrechte und Freiheiten u.a. das Fischereirecht auf der Trave von Oldesloe bis zur Travemündung verleiht.

Die traditionellen Fanggeräte der Fischer sind neben der Wade (ein Zugnetz, das je nach Größe (lüt Wade und grot Wade) mit zwei Kähnen oder Booten ausgesetzt wird und an das Ufer herangezogen wird)  Aalreusen, Aalschnüre, Bundgarne sowie verschiedene Arten von Stellnetzen für den Fang von Plattfisch, Hering, Barsch und lachs- und forellenartigen Fischen

Man unterscheidet dabei zwischen den sogenannten Brotfischen, die in großen Mengen gefangen werden (Hering, bes. der Kullerhering im Frühjahr) bzw. wertvoll sind wie der Aal. Die Trave ist von der Wasserqualität her ein Brackwasser, d.h. eine Mischung aus Salz- und Süßwasser. Von daher ist die Artenvielfalt der in der Trave vorkommenden Fischarten reichhaltig: Hering, Dorsch, Sprotte, Flunder, Scholle, Steinbutt, Meerforellen, Lachs, Zander, Barsch, Brassen, Aland, Plötze, Rotauge, Aalquappen, Aal, Hecht, Schnäbel, Meeräsche.

Wann immer es möglich ist, übernimmt die Fisch-Hütte-Lübeck den fangfrischen Fisch direkt vom Fischer für spezielle Aktionen, die dann die Speisekarte kurzfristig bereichern können. Sofern Aale gefangen werden, holen wir den Räucherofen heran und unsere Gäste -man kann es so sagen- reissen sich anschliessend um die frischgefangenen unmittelbar zuvor geräucherten Aale.

 

Wir sehen hier einen typischen Travefischer (Fanggebiet bis in die Trave-Mündung, also Ostsee) beim anlanden an der Pier vor der Fisch-Hütte.


  Nun wird das frische Fanggut gereinigt und ausgenommen, gglfs. auf Wunsch auch filetiert.
 
es sind Aale gefangen worden und wir werden diese frisch -direkt an der Fisch-Hütte- räuchern

Hier sehen wir die frischen, ausgenommenen Aale bevor sie im Räucherofen aufgehängt werden
(nach weiterer Vorbereitung der Aale) hängen diese dann ca. 2 Stunden über duftenden Buchenspänen
 
Fischer beim Anlegen an der Fisch-Hütte
 

 

Übergabe der frisch gefangenen Fische an einen Koch der Fisch-Hütte

 
 

"Werner", ein Lübecker Original Trave-u. Ostseefischer vor der Drehbrücke